Aktivität 4.1.2:

Ein Foto der Zukunft

Überblick

In dieser Aktivität reflektieren Lernende über Veränderungen, die sie sich in ihrer Gemeinschaft wünschen, und nutzen Fotografie als Symbol dafür. Die Übung kann helfen, negative Zukunftsgefühle zu reduzieren und hin zu Neugier und Hoffnung zu verschieben. Diese Aktivität ist eine gekürzte und angepasste Version von „A Photograph of the Future“ aus den Re-Imaginary resources.

Lehrplanbezug

Geschichte, Geografie, Politische Bildung & Sozialkunde, Kunst

Aufgebaute Kompetenzen

Aktive Hoffnung, Exploratives Denken, Vorstellungs-kraft, Perspektivwechsel, Regeneratives Denken

Vorbereitung

  • Benötigte Technik bereitstellen.

Kompetenzen/Aktivitäten, die die Lehrperson zuerst üben sollte:

Schritte in dieser Aktivität

  1. Einführung
  2. Fotografieren
  3. Diskussion und Reflexion

Schritt 1: Einführung

  1. Geben Sie einen Überblick über die Aufgabe: Lernende reflektieren, welche Veränderungen/Transformationen sie als Antwort auf den Klimawandel und/oder die ökologische Krise sehen möchten, gehen dann nach draußen und kommen mit einem Foto zurück, das diese Veränderung symbolisiert. Erklären Sie, dass das Foto abstrakt oder wörtlich sein kann – intuitiv aufgenommen oder einer klaren Logik folgend.
  2. Laden Sie die Lernenden ein, über Arten von Veränderungen/ Transformationen in Bezug auf den Klimawandel nachzudenken. Dies kann durch gezielte Fragen angeregt oder offen gelassen werden.

Schritt 2: Fotografieren

  1. Bitten Sie die Lernenden, ca. 5 Minuten allein und in Stille zu gehen oder zu sitzen und zu schauen, was im Außenraum ihre Aufmerksamkeit auf sich zieht. Falls hilfreich, können Notizen gemacht werden.
  2. Lassen Sie die Lernenden ein Foto von einem Motiv, einer Komposition oder einem Objekt aufnehmen, das die gewünschte Veränderung repräsentiert. Beruhigen Sie alle, die unsicher sind, warum sie genau dieses Foto gemacht haben: In der anschließenden Diskussion kann sich die Bedeutung herausarbeiten.

Schritt 3: Diskussion und Reflexion

  1. Bilden Sie Kleingruppen (3–5 Personen). Jede Person teilt Erfahrung und Foto nacheinander. Die Person rechts neben der sprechenden Person macht Notizen für sie.
    – Mindestens 2 Minuten ununterbrochene Erläuterung pro Person, anschließend 2–3 Minuten für Fragen/Deutungen aus der Gruppe.
  2. Bitten Sie Freiwillige, Kernerkenntnisse aus den Gruppen im Plenum zu teilen.
  3. Optional: Bieten Sie eine Möglichkeit, die Fotos per E-Mail/Upload zu sammeln und zu teilen. Alternativ können Fotos gedruckt und im Klassenraum ausgestellt werden.

Was tun – was vermeiden?

Vermeiden

  • Vermeiden Sie Kommentare zur fotografischen Qualität. Es handelt sich nicht um einen Fotokurs, sondern um eine Reflexion über gewünschte Transformationen.

Anpassungen

  • Wenn Technik nicht gewünscht ist: Lernende zeichnen/skizzieren, was ihre Aufmerksamkeit fesselt.
  • Für jüngere Gruppen (12–16): mit einem Stadt-/Quartiersrundgang verbinden und unterwegs fotografieren.
  • Indoor-Alternative/Workshop-Inspiration: Wenn ein Hinausgehen nicht möglich ist, können Lernende eigene Fotos verwenden und per Collage über ihre Zukunft reflektieren.
  • Vor und nach 4.2. Zukunft-Kompetenz entwickeln einsetzbar, um zu sehen, ob sich die Zukunftsbeziehung der Lernenden verändert: Hat sich ihre Vision gewandelt?

Wir laden Sie stets ein, diese Aktivität an die Bedürfnisse Ihrer Lernenden anzupassen, einschließlich unter Berücksichtigung ihrer Neurodiversität. Beim Anpassen von Tools und Aktivitäten für neurodivergente Lernende gilt: Es geht nicht darum, andere so zu behandeln, wie Sie behandelt werden möchten, sondern so, wie sie behandelt werden möchten. Fragen, zuhören und offen bleiben für unterschiedliche Wege des Lernens und der Beteiligung.  

Quellen

Aktivität von One Resilient Earth auf Basis der Re-Imaginary-Ressourcen adaptiert: Re-Imaginary resources.

Finnegan, W. (2022). ‘It’s beautiful, living without fear that the world will end soon’ – digital storytelling, climate futures, and young people in the UK and Ireland. Children’s Geographies, 21(5), 898–913. https://doi.org/10.1080/14733285.2022.2153329 

Glaw, X., Inder, K., Kable, A., & Hazelton, M. (2017). Visual Methodologies in Qualitative Research: Autophotography and Photo Elicitation Applied to Mental Health Research. International Journal of Qualitative Methods, 16(1). https://doi.org/10.1177/1609406917748215

Allgemeine Informationen

  • Altersgruppe: 12+
  • Dauer: Kurz (weniger als 45 Minuten), Ein oder zwei Unterrichtseinheiten (ca. 45-90 Minuten)
  • Gruppengröße:

  • Schwierigkeitsgrad: Grundlegend

  • Material/Raum: Stift und Papier für Notizen; Handy/Kamera für Fotos oder Alternativen (siehe unten).
  • Ort: Draußen

  • Einbindung externer Stakeholder: Optional

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