Überblick

Diese Aktivität besteht darin, verschiedene Projekte zu recherchieren und kennenzulernen, die lokal und weltweit Klimaanpassung und Resilienz fördern. Besonderes Augenmerk sollte auf Projekte gelegt werden, die über „Katastrophenrisikominderung“ hinausgehen (d. h. das Begrenzen von Risiken durch Extremereignisse) und sich auf „Gestaltung für Resilienz und Regeneration“ konzentrieren, um mehrere Auswirkungen des Klimawandels langfristig zu begrenzen und zu bewältigen. Hierzu können gemeinschaftsbasierte Anpassungsprojekte und lo-TEK-Projekte gehören (d. h. Projekte, die lokales und traditionelles ökologisches Wissen mobilisieren).

Lehrplanbezug

Naturwissenschaften, Geografie, Fächerübergreifende & Globale Kompetenzen And Sustainability & Climate Education at university level

Aufgebaute Kompetenzen

Anpassungsfähigkeit, Vorstellungs-kraft, Innovation, Regeneratives Denken

Vorbereitung

  • Machen Sie sich mit den Konzepten der Klimaanpassung, Klimaresilienz (einschließlich transformativer/transformationaler Anpassung/Resilienz) und Regeneration vertraut.

Aktivitätsniveaus

  1. Exploration
  2. Projekt

Niveau 1: Exploration

  1. Führen Sie die Konzepte Klimaanpassung/Klimaresilienz (einschließlich transformativer/transformationaler Anpassung/Resilienz) und Regeneration bei den Lernenden ein (siehe Lehrkräftehandbuch für Informationen und Hinweise). Stellen Sie klar, dass Anpassung und Resilienz die Klimaschutzmaßnahmen ergänzen. Anpassung zu verfolgen heißt nicht, dass wir die Treibhausgasreduktion aufgegeben haben. Es bedeutet lediglich, dass wir – angesichts der Zunahme der Klimakrise – ausgestattet sein müssen, Vorwirkungen abzuschätzen, mit Auswirkungen umzugehen und uns davon zu erholen, um zu leben und zu gedeihen und weiterhin alles zu tun, um die Erderwärmung zu begrenzen und die Gesundheit von Ökosystemen wiederherzustellen.
  2. Erklären Sie den Zusammenhang zwischen Klimaresilienz und der Regeneration sowohl der Beziehungen zwischen Individuen in Gemeinschaften als auch der lokalen Ökosysteme. Gesunde Ökosysteme sind essenziell für Kohlenstoffbindung; sie können aber auch bei Hitzewellen, Stürmen und Starkregen helfen – etwa durch Wasseraufnahme, Kühlung und Luftfiltration.
  3. Heben Sie das Potenzial der Regeneration für marine und terrestrische Ökosysteme mit den richtigen Techniken und Arten hervor – einschließlich lokaler Initiativen und solcher, die auf lokalem und traditionellem ökologischem Wissen aufbauen.
  4. Lassen Sie in der ersten Sitzung die Lernenden recherchieren, welche lokalen Initiativen zur Klimaresilienz ihrer Stadt oder ihres Dorfes umgesetzt werden. Diese Informationen können über öffentliche Quellen und Interviews mit lokalen Verantwortlichen eingeholt werden. Bitten Sie die Lernenden zu prüfen, auf welche wissenschaftlichen Grundlagen sich die Initiativen stützen. Die Recherche kann einzeln oder in Gruppen erfolgen.
  5. Bitten Sie die Lernenden, sich über den Anpassungsplan ihrer Region und ihres Landes zu informieren sowie über die Maßnahmen/Aktivitäten, die darin vorgesehen sind – einschließlich solcher für Städte/Regionen, die ihrer Region geografisch und demografisch ähnlich sind.
  6. Ergänzen Sie dies durch Recherche zu Klimaanpassungs-/Klimaresilienz-Initiativen, Projekten oder Programmen aus anderen Weltregionen, die geografische oder demografische Ähnlichkeiten aufweisen. Bitten Sie um besondere Aufmerksamkeit für gemeinschaftsbasierte und naturbasierte Anpassung sowie für Projekte, die lokales und traditionelles ökologisches Wissen integrieren. Transformative/transformatorische Ansätze zur Klimaanpassung sowie Schnittstellenprojekte zwischen Resilienz und Regeneration sollten besonders hervorgehoben werden.
  7. In einer zweiten Sitzung, nach Abschluss der Recherche, präsentieren die Lernenden ihre Ergebnisse im Plenum und diskutieren, welche Initiativen/Projekte sie am meisten inspiriert haben und/oder welche ihrer Meinung nach besonders relevant wären, um lokales Handeln zu inspirieren.
  8. Reflektieren Sie gemeinsam, was in den gesichteten Initiativen, Projekten oder Programmen eventuell fehlt oder wovon die Lernenden mehr sehen möchten. Bitten Sie sie, Ideen oder Experimente vorzuschlagen, um diese Bedarfe zu adressieren oder Lücken zu schließen – und diese gegebenenfalls den lokalen Behörden vorzustellen. 

Niveau 2: Projekt

  1. Im Anschluss an die erste Exploration wählen Gruppen von Lernenden einen bestimmten Typ von Klimaresilienz-Projekt/Initiative, einen Sektor oder ein konkretes Verwundbarkeitsthema, um eine vertiefte – auch vergleichende – Recherche durchzuführen.
  2. Entwickeln Sie mit den Lernenden einen eigenständigen Ansatz zur Gestaltung für Resilienz und Regeneration im Zusammenhang mit dem gewählten Projekttyp, Sektor oder Verwundbarkeitsthema. Solche Projekte müssen kontextbezogen sein und können nicht einfach kopiert werden. Beispiele:
    1. Pflanzen eines dichten, vielfältigen Waldgartens (Food Forest) im Schulhof, einschließlich einer besonders klimaresilienten Artenmischung.
    2. Gründung eines Experimentierlabors bzw. Clubs für Klimaresilienz und Regeneration, in dem Kinder und Jugendliche neue Erfindungen diskutieren und erproben.
  3. Prototypisieren Sie das Design in der Schule, Hochschule oder in der Gemeinde. Die Lernenden sollen ermutigt werden, bei der Gestaltung und Erprobung pionierhafter Ideen mutig zu sein und Fehler als Lernchancen zu betrachten.
  4. Laden Sie Kommunalverwaltung, Eltern und weitere Community-Mitglieder ein, die Prototypen zu sehen und lokale Designs für Klimaresilienz und Regeneration zu diskutieren.
  5. Suchen Sie nach Finanzierung, einschließlich lokalem Crowdfunding, um vielversprechende Prototypen weiterzuentwickeln und präziser zu testen.

Was tun – was vermeiden?

Tun

  • Kommen Sie vorbereitet, um technische Fragen zu Klimaanpassung, Resilienz und Regeneration zu beantworten.
  • Geben Sie den Lernenden Hinweise, wie sie lokale Interviews fachgerecht durchführen.

Vermeiden

Vermeiden Sie es, den geografischen Fokus der Recherche einzuschränken: Viele vielversprechende Anpassungs- und Resilienzprojekte finden in Asien, Afrika und Lateinamerika statt.

Anpassungen

Bieten Sie den Lernenden verschiedene Präsentationsformen für ihre Ergebnisse an – von klassischen Vorträgen vor der Klasse über multimediale Projekte bis hin zu kreativeren Formaten.

Diese Aktivität sollte vor der folgenden Aktivität „Ein Manifest oder einen Leitfaden ausarbeiten“ (4.4.2) umgesetzt werden. 

Wir laden Sie stets ein, diese Aktivität an die Bedürfnisse Ihrer Lernenden anzupassen, einschließlich unter Berücksichtigung ihrer Neurodiversität. Beim Anpassen von Tools und Aktivitäten für neurodivergente Lernende gilt: Es geht nicht darum, andere so zu behandeln, wie Sie behandelt werden möchten, sondern so, wie sie behandelt werden möchten. Fragen, zuhören und offen bleiben für unterschiedliche Wege des Lernens und der Beteiligung.  

Quellen

Aktivität entworfen von One Resilient Earth, basierend auf Aktivitäten, die mit verschiedenen Akteursgruppen und Gemeinschaften umgesetzt wurden.

Chung Tiam Fook, T. (2015). Transformational processes for community-focused adaptation and social change: a synthesis. Climate and Development, 9(1), 5–21. https://doi.org/10.1080/17565529.2015.1086294

Fedele G, Donatti CI, Harvey CA, Hannah L, Hole DG (2019) Transformative adaptation to climate change for sustainable social-ecological systems. Environ Sci Pol 101:116–125

Schreuder, W., Horlings, L.G. Transforming places together: transformative community strategies responding to climate change and sustainability challenges. Clim Action 1, 24 (2022). https://doi.org/10.1007/s44168-022-00024-3

Zu Klimaanpassung und Resilienz:

Einige Ressourcen zur Regeneration:

A young learner carrying a basket, wearing a high-visibility vest.

Allgemeine Informationen

  • Altersgruppe: 6+
  • Dauer: Ein oder zwei Unterrichtseinheiten (ca. 45-90 Minuten), Längere Projekte
  • Gruppengröße:

  • Schwierigkeitsgrad: Medium

  • Material/Raum: Zugang zu Bibliotheken, Internet und verschiedenen lokalen Akteur:innen für die Recherche
  • Ort: Draußen, Drinnen

  • Einbindung externer Stakeholder: Ja.

Für die lokale Recherche